Vortrag: Fleisch als Mittel

von Stéphane Ghislain Roussel

12. Januar 2024 — 28. Februar 2024, 17 — 19 Uhr

Residenzschloss - Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden, DE

Hermann Nitsch, Das Letzte Abendmahl, 1983

Seit 2018 bereichert die Schenkung Sammlung Hoffmann das Programm der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Werke dieser Schenkung werden laufend in die aktuelle Sammlungspräsentation eingebunden. Begleitend zur Ausstellung „Weltsicht und Wissen um 1600“ spricht der Regisseur, Dramaturg und Kurator Stéphane Ghislain Roussel über das Gesamkunstwerk von Hermann Nitsch.

Hermann Nitsch (1938-2022), Mitbegründer des Wiener Aktionismus, hat ein vielschichtiges Werk geschaffen, das der Suche nach dem Gesamtkunstwerk und dessen kathartischer Kraft entspringt. Durch die Erforschung des anthropozentrischen Charakters von Nitschs Ansatz im Kontrapunkt zu neuen Modalitäten der Interaktion zwischen Lebewesen, untersucht der Vortrag von Stéphane Ghislain Roussel die Macht des Fleisches und des Rituals. Ausgangspunkt ist hierbei Nitschs Arbeit „Entwurf einer unterirdischen Stadt nach dem Bilde des letzten Abendmahles für das Aktionsdrama ‚Die Zerstörung und Wiedererstehung unseres Weltalls‘“ (1983/89), Relikt einer Aktion, das aktuell in der Sammlungspräsentation „Weltsicht und Wissen um 1600“ in der Rüstkammer gezeigt wird.

Treffpunkt im Hans-Nadler-Saal
Teilnahme gratis
Die Veranstaltung ist hybrid geplant, d.h. eine digitale Teilnahme ist möglich.
Der Link zum Livestream ist am Veranstaltungstag hier abrufbar.

Residenzschloss - Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Taschenberg 2
01067 Dresden
Deutschland
www.skd.museum

Zur Ausstellung