Beeindruckend und zeitlos: Ekrem Yalcindags monumentale Ornamentwelten entwickelt zwischen den Welten der Tradition geometrischer Abstraktion und zeitgenössischen Konzeptkunst. - Während seines Studiums an der Städelschule in Deutschland entdeckte Ekrem Yalcindag einen der kleinsten Künstlerpinsel der Welt, den da Vinci 1570 in der Stärke 0, für seine Arbeit. Mit diesem Werkzeug fand er seinen ganz eigenen Zugang zur pastosen Malerei, in die ihn sein Lehrer Hermann Nitsch eingeführt hatte.
EKREM YALCINDAG (*1964 in Göblasi/TR) Studium in Izmir und Frankfurt, Meisterschüler von Hermann Nitsch an der Städelschule. Seine Werke sind international in renommierten Sammlungen zeitgenössischer Kunst vertreten, etwa Istanbul Modern, Sammlung Goetz, Arthena Foundation, Kunstmuseum Stuttgart, Museum Haus Konstruktiv Zürich oder den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Ausstellungen / Ausstellungsbeteiligungen
2023
„Seeing the World Anew“, Kunstforum Wien, AT „Natures“, Museum of Modern Art, Dubrovnik, HR
2022
Rotonda, 75. Locarno Film Festival, CH
2021
„Ornament und Unendlichkeit“, Kreuzherrensaal Memmingen, DE „The Frankfurt Art experience“, Kai Middendorff Galerie, DE Berlin Art Week, DE
Vienna Contemporary, AT Art Cologne, Köln, DE „From Color to Color“, Galerie Bechter Kastowsky, Wien, DE
2016
„About Color, Nature, Ornaments, and Other Things“, Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim, DE Doppelganger“, Torrance Art Museum, USA
2014
„Die Aktualität des Ornaments“, Mönchehaus Museum, Goslar, DE
2013
„Contrasts“ (permanent), Museum Istanbul Modern, Istanbul, TR „Ekrem Yalcindag“, Haus Konstruktiv, Zürich, CH
2012
„Impressions from the Streets“, Kunsthalle Bremerhaven, DE
2011
„Istanbul Appraisal“, Pori Museum, FI
Die zündende Inspiration zu den für seine Gemälde typischen abstrahierten Blütenformen verdankt Ekrem Yalcindag dem Frankfurter Palmengarten, der ihm die Motive für sein Zeichenstudium bot.
„da ist eben ein richtiger künstler zwischen orient und okzident am werk, der in berlin, frankfurt, istanbul und wien arbeitet. er hat die kraft und grösse verschiedene kulturen zu bewältigen und zu verbinden. seine arbeit ist nirgendwo ein fremdkörper, sie ist vielleicht ein ausdruck eines neuen weltbewusstseins.“ – Hermann Nitsch über Ekrem Yalcindag
Flächendeckend ausgeführte groß- und mittelformatige Leinwände mit monochromen bis multikoloristischen Flächen, die in dynamische Linienstrukturen eingefügt sind, prägen seither sein Werk. Seine all-over-paintings spiegeln nicht nur Einflüsse seines zweiten Lehrers am Städel, Thomas Bayrle, wider sondern auch von Minimal Art Künstlern wie Sol Lewitt, die aber gleichzeitig mit einer gänzlich zeitlosen organischen Formensprache verschmelzen. In der jünsten Werkgruppe von Ekrem Yalcindag ergab sich durch die Einbeziehung monumentaler Sieb- und Holzdrucktechnik eine faszinierende Weiterentwicklung in eine neue räumliche Dimension seines Werkes.