"Meine 1960er Jahre"
Gesprächsreihe des Wiener Aktionismus Museums
23. April 2026
Palais Coburg Residenz, Wien, AT

„Meine 1960er Jahre“ ist eine Gesprächsreihe des Wiener Aktionismus Museums in Kooperation mit und im Palais Coburg Residenz, geleitet von Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder.
Aus Anlass der Ausstellung von Hermann Nitschs Frühwerk den 1960er Jahren widmet sich das WIENER AKTIONISMUS MUSEUM in einer Gesprächsreihe einem Jahrzehnt zwischen Kaltem Krieg, technischem Fortschritt und gesellschaftlichem Aufbruch. Im Spannungsfeld von Wohlstand, Studentenrevolte und neuen Freiheitsutopien wandelten sich Lebensweisen, Werte und kulturelle Ausdrucksformen grundlegend. Auch Österreich erlebte einen Übergang zwischen konservativer Stabilität und beginnender Öffnung. Im Dialog mit prominenten Zeitzeugen wird diese Epoche aus persönlicher Perspektive erfahrbar. Erinnerung wird dabei zum Spiegel unserer Gegenwart.
Donnerstag, 23 April 2026, 18.30 Uhr
Robert Menasse im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Robert Menasse (geb.1954) zählt zu den wichtigsten politischen Intellektuellen und Schriftstellern Europas.In seinen Romanen und Essays verbindet er literarische Form mit scharfer Analyse der Gegenwart – insbesondere der europäischen Idee. Sein vielfach ausgezeichneter Roman „Die Hauptstadt“ machte die Institutionen Europas erstmals zum literarischen Schauplatz. Menasse denkt Literatur als Intervention: als kritische Reflexion von Macht, Geschichte und politischer Verantwortung. Er ist eine der profiliertesten Stimmen im Diskurs über Europa, Demokratie und die Zukunft unserer Gesellschaft.
NÄCHSTE TERMINE:
Mittwoch, 06. Mai 2026, 18.30 Uhr
Michael Köhlmeier im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Michael Köhlmeier (geb.1949) ist einer der großen Erzähler der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Mit unverwechselbarer Stimme verbindet er Mythen, Märchen und Geschichte mit den existenziellen Fragen der Gegenwart. Seine Romane, Erzählungen und Vorträge zeichnen sich durch Klarheit und eine große erzählerische Souveränität aus. Köhlmeier ist ein Meister des Erzählens und Nacherzählens – seine Sprache ist zugleich archaisch und zeitgenössisch. Er gehört zu jenen Autoren, die Literatur als lebendige Form des Denkens und Erinnerns begreifen.
Mittwoch, 20. Mai 2026, 18.30 Uhr
Ursuala Pasterk im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Ursula Pasterk (geb. 1944) hat als Kulturmanagerin und Politikerin das kulturpolitische Leben von Wien wesentlich mitgestaltet und mitgeprägt und zählt zu den legendärsten Kultur Stadträtinnen, die Wien je hatte. 1979 engagierte sie der Wiener Kulturstadtrat Helmut Zilk als kulturpolitische Beraterin. Vier Jahre später begleitete Pasterk in dieser Funktion Zilk für einige Monate in das Bundesministerium für Unterricht und Kunst. Mit seiner Bestellung zum Bürgermeister und Landeshauptmann der Stadt Wien wurde Ursula Pasterk Intendantin der Wiener Festwochen. Im Dezember 1987 avancierte Pasterk zur amtsführenden Stadträtin für Kultur. Dieses Amt bekleidete sie bis 1996 und initiierte das Festival „wien modern“ und die „Kunsthalle Wien“ und erweiterte den Wiener Musiksommer. In ihrer Amtszeit wurde auch das Jüdische Museum in Wien gegründet.
Mittwoch, 17. Juni 2026, 18.30 Uhr
Oskar Bronner im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Oscar Bronner (geb. 1943 in Haifa, Palästina) ist ein Medienpionier, der die Medienlandschaft in Österreich maßgeblich mitgestaltet hat. Er hat drei Medienmarken gegründet den Trend, das Profil und den Standard. Sein Vater war der Kabarettist Gerhard Bronner, der als Jugendlicher 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs nach Palästina geflüchtet war. 1948 kam Oscar Bronner mit seinem Vater per Schiff und Bahn nach Wien. Schon als Kind lernte er Helmut Qualtinger kennen, der mit seinem Vater zusammenarbeitete. Oscar Bronner betätigte sich zunächst als Beleuchter und Regieassistent im Theater seines Vaters. Nach ersten Lehrjahren im Journalismus, einem Volontariat bei der Arbeiter-Zeitung, Texten für den Kurier und einiger Zeit als Inhaber einer Werbeagentur gründet Oscar Bronner 1970 den Trend als monatliches Wirtschaftsmagazin und kurz darauf das Profil als Politikmagazin. Er verkaufte die Mehrheit an beiden Magazinen 1974 an den Kurier, zog sich selbst als Herausgeber und Geschäftsführer zurück und ging als Maler nach New York. Nach mehr als einem Jahrzehnt in New York kehrte er nach Wien zurück und gründete 1988 gemeinsam mit den deutschen Springer Verlag die Tageszeitung „Der Standard“. Später steigt Springer aus und der Süddeutsche Verlag ein. Als Verleger und Herausgeber, der war Oskar Bronner bis 2007 auch ihr Chefredakteur und führte die lachsfarbene Tageszeitung nach den Vorbildern „New York Times“, „Süddeutsche Zeitung“ und „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
VERGANGENE TERMINE:
Montag, 6. April 2026, 18.30 Uhr
Gottfried Helnwein im Gespräch mit Klaus Albrecht Schröder
Gottfried Helnwein (geb. 1948) ist einer der international radikalsten Bildkünstler Österreichs. Seine Werke zeigen die Verletzlichkeit des Menschen – zwischen Unschuld, Gewalt und Erinnerung. Mit unerbittlicher Präzision legt er die Abgründe von Geschichte und Gegenwart frei. Er verbindet alte Meister mit den Bildwelten der Mediengesellschaft. Helnwein ist ein Künstler, der Bilder schafft, die man nicht mehr vergisst.
Palais Coburg Residenz
Coburgbastei 4
1010 Wien
Österreich
www.palais-coburg.com